Was hat Sie damals dazu bewegt, Pflegeeltern zu werden und was hat Ihnen in der Vorbereitung am besten geholfen?
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„Offene Gespräche gaben uns Sicherheit für unsere Entscheidung.“
Unser Wunsch war es schon immer, eine Familie zu gründen und einem Kind ein liebevolles Zuhause zu schenken. Liebe, Sicherheit, Geborgenheit, Zuversicht und Nähe zu geben sowie einem Kind neue Chancen zu eröffnen, standen für uns dabei stets im Mittelpunkt.
Auf dem Weg zur Pflegefamilie war für uns die offene und ehrliche Kommunikation besonders wichtig – miteinander als Paar, aber auch mit den Fachberaterinnen und Fachberatern der SH Bochum. Der vertrauensvolle Austausch hat uns geholfen, Fragen zu klären, Sicherheit zu gewinnen und gut vorbereitet in diese besondere Aufgabe zu starten.
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„Der wichtigste Schritt: Ehrlich auf sich selbst schauen.“
Wir wollten unser Haus wieder mit Kinderlachen füllen und eine Aufgabe finden, die uns erfüllt und Sinn stiftet.
Auf dem Weg zur Pflegefamilie hat uns besonders geholfen, uns ehrlich mit uns selbst auseinanderzusetzen: Wollen wir diesen Weg wirklich gehen? Hält unsere Partnerschaft auch herausfordernde Zeiten aus? Sind wir bereit, uns auf die Sorgen, Erfahrungen und den „Rucksack“ einzulassen, den Kinder mitbringen? Und können wir ihnen mit Geduld, Verständnis und Einfühlungsvermögen begegnen?
Diese Fragen haben uns begleitet – und uns in unserer Entscheidung bestärkt.
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„Der erste Schritt begann mit einem Flyer.“
Wir wurden über einen Flyer auf diese Arbeit aufmerksam und entschieden uns, zunächst die Seminare der Schnellen Hilfe zu besuchen. Im Verlauf der nächsten Monate halfen uns die verschiedenen Angebote und Gespräche, einen ehrlichen und authentischen Einblick in die Aufgaben von Pflegeeltern zu gewinnen und uns für diese Arbeit zu begeistern.
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„Gut vorbereitet in eine verantwortungsvolle Aufgabe.“
Wir wollten einem Kind in einer schwierigen Lebenssituation Schutz, Zuwendung und ein verlässliches Zuhause geben. Dabei war es uns wichtig, etwas von den positiven Erfahrungen, die wir selbst in unserer Kindheit machen durften, weiterzugeben.
Für eine gute Vorbereitung auf die Aufgabe als Pflegefamilie halten wir eine ehrliche und umfassende Aufklärung für besonders wichtig. Dazu gehören realistische Erwartungen, klare Informationen über mögliche Belastungen und Herausforderungen sowie nicht nur die schönen Seiten dieser Aufgabe.
Sehr hilfreich waren für uns die Qualifizierungen der SH Bochum zu entwicklungspsychologischen Grundlagen, zum Umgang mit herausforderndem Verhalten, zur Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und zu den rechtlichen Rahmenbedingungen. Dieses Wissen hat uns Sicherheit gegeben und uns geholfen, gut vorbereitet in die Aufgabe als Pflegeeltern zu starten.
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„Offene Gespräche gaben uns Sicherheit für unsere Entscheidung.“
Unser Wunsch war es schon immer, eine Familie zu gründen und einem Kind ein liebevolles Zuhause zu schenken. Liebe, Sicherheit, Geborgenheit, Zuversicht und Nähe zu geben sowie einem Kind neue Chancen zu eröffnen, standen für uns dabei stets im Mittelpunkt.
Auf dem Weg zur Pflegefamilie war für uns die offene und ehrliche Kommunikation besonders wichtig – miteinander als Paar, aber auch mit den Fachberaterinnen und Fachberatern der SH Bochum. Der vertrauensvolle Austausch hat uns geholfen, Fragen zu klären, Sicherheit zu gewinnen und gut vorbereitet in diese besondere Aufgabe zu starten.
Was waren Ihre größten Herausforderungen in der ersten Zeit? Wodurch fühlten Sie sich in diesen Situation unterstützt?
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„Von heute auf morgen Familie.“
Von heute auf morgen zu 100% Eltern sein war wirklich krass. Die Familie, der Alltag – einfach ALLES strukturiert sich komplett neu und jeder findet nach und nach seinen Platz.
Nichts bleibt wie zuvor und jeder muss seinen neuen Platz finden. Das braucht Zeit, Geduld und manchmal auch die Bereitschaft, liebgewonnene Gewohnheiten loszulassen.
Rückblickend war diese Zeit intensiv und herausfordernd, aber auch voller besonderer Momente. Nach und nach wächst man zusammen, entwickelt neue Routinen und wird zu einer Familie.
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„Nicht allein durch die erste Zeit.“
Die ersten Wochen und Monate als Pflegefamilie waren intensiv. Jedes Kind bringt eine eigene Vergangenheit mit, manchmal voller Unsicherheiten, manchmal voller Verletzungen. Für uns bedeutete das, aufmerksam zuzuhören, Halt zu geben und Vertrauen Schritt für Schritt aufzubauen.
Dazu kamen viele organisatorische Herausforderungen: Kontakt zu den leiblichen Familien, Hilfeplangespräche, Termine bei Ärzten oder Therapeuten. Manchmal fühlte sich alles gleichzeitig nach viel an und doch wussten wir: Wir sind auf dem richtigen Weg.
Was uns getragen hat, war die liebevolle und kompetente Unterstützung unseres Fachteams. In Gesprächen, Fortbildungen und Seminaren fanden wir Antworten, Orientierung und Mut. Dieses Gefühl, nicht allein zu sein, hat uns durch die erste Zeit getragen und tut es bis heute. -
„Man muss nicht alles allein schaffen.“
Viele Pflegekinder bringen belastende Erfahrungen, traumatische Erlebnisse oder besondere Verhaltensweisen mit. Der Umgang damit kann herausfordernd sein – nicht nur im Alltag, sondern auch auf der emotionalen Ebene. Hinzu kommt der eigene Anspruch, dem Kind gerecht werden zu wollen und die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Umso wichtiger war für uns die Unterstützung durch die SH Bochum. Unsere Fachberaterin war für uns eine verlässliche Ansprechpartnerin, die uns mit fachlichem Rat, hilfreichen Empfehlungen und einem offenen Ohr begleitet hat. Auch bei Anträgen oder organisatorischen Fragen konnten wir auf ihre Unterstützung zählen.
Der regelmäßige Austausch und die fachliche Begleitung haben uns Sicherheit gegeben und geholfen, auch schwierige Situationen besser zu verstehen und zu bewältigen.
Was würden Sie Pflegeeltern, die gerade am Anfang stehen, mit auf den Weg geben? Gibt es eine konkrete Erfahrung, die Sie gerne teilen möchten?
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„Pflegefamilie wird man nicht allein.“
Angehenden Pflegeeltern möchten wir vor allem eines mitgeben: Geht diesen Weg nicht allein. Sucht frühzeitig den Kontakt zu eurem Fachberaterteam und habt keine Scheu, Fragen zu stellen oder Hilfe anzunehmen. Gerade am Anfang ist vieles neu und niemand erwartet, dass man alles sofort weiß. Die enge Zusammenarbeit mit den Fachberater*innen hat uns enorm entlastet und Sicherheit gegeben.
Sehr wertvoll war für uns auch der Austausch mit anderen Pflegefamilien. Bei gemeinsamen Festen, Begegnungen oder in den angebotenen Supervisionen konnten wir offen über Sorgen, Herausforderungen und alltägliche Situationen sprechen. Zu hören, dass andere ähnliche Erfahrungen machen, tut gut und man lernt unglaublich viel voneinander.
Diese Gemeinschaft aus Fachberatung, Pflegeeltern und Familien hat uns von Anfang an getragen. Sie gibt uns bis heute Halt, Orientierung und das Gefühl, Teil eines starken Netzwerks zu sein.
Unsere wichtigste Erfahrung: Man wächst nicht nur mit den Kindern, man wächst auch miteinander. -
„Nicht aufgeben – es lohnt sich.“
Nach jedem Tief kommt auch wieder ein Hoch. Das Leben mit Pflegekindern ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die viel Geduld, Reflexion und Ausdauer erfordert. Immer wieder fragen wir uns: Was können wir anders machen? Was braucht das Kind gerade? Wie können wir es noch besser unterstützen?
Gleichzeitig ist diese Aufgabe für uns eine große Bereicherung. Wir erleben, wie wir das Leben von Kindern positiv beeinflussen und sie auf ihrem Weg begleiten können.
Unsere Pflegekinder bereichern unser eigenes Leben jeden Tag. Heute können wir uns ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Sie gehören zu unserer Familie, und wir lieben sie von ganzem Herzen.
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„Vertrauen wächst Schritt für Schritt.“
Pflegekinder haben unglaublich viel zu geben, wenn man ihnen den Raum und die Zeit lässt, die sie brauchen. Liebe und Vertrauen entstehen oft in kleinen Schritten – manchmal gibt es Fortschritte, manchmal Rückschritte. Beides gehört dazu und ist völlig in Ordnung.
Jede Beziehung entwickelt sich in ihrem eigenen Tempo. Deshalb ist es wichtig, geduldig zu bleiben und sich nicht entmutigen zu lassen, wenn Nähe oder Vertrauen nicht sofort entstehen. Auch wenn das manchmal herausfordernd ist: Die gemeinsamen Erfolge und besonderen Momente machen diesen Weg so wertvoll.
Gibt es etwas, das Ihne wichtig ist – vielleicht eine Geschichte, ein Gedanke oder ein Gefühl, das Sie teilen möchten?
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„Ein Moment des Vertrauens, den wir nie vergessen werden.“
Wir erinnern uns an einen Augenblick, in dem eines unserer Pflegekinder nach vielen Wochen zum ersten Mal freiwillig unsere Hand nahm. Für andere vielleicht eine kleine Geste – für uns ein bewegender Moment und ein Zeichen großen Vertrauens.
Solche Augenblicke zeigen uns immer wieder, warum wir diesen Weg gehen. Pflegefamilie zu sein bedeutet nicht, perfekt zu sein. Es bedeutet, da zu sein: geduldig, verlässlich und offen für die Bedürfnisse des Kindes.
Die größten Erfolge sind oft die kleinen Schritte. Ein erster Blickkontakt, ein Lächeln, eine Umarmung oder ein Moment des Vertrauens. Genau diese Augenblicke bleiben im Herzen und machen diesen Weg so besonders.
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„Gut begleitet von Anfang an.“
Wir sind sehr dankbar für die Chance, die uns durch die SH Bochum bereits zweimal ermöglicht wurde: Eltern zu sein.
Von Anfang an haben wir uns wertgeschätzt, verstanden und ernst genommen gefühlt. In herausfordernden Situationen konnten wir uns stets auf die Unterstützung und Beratung verlassen. Wir wurden gehört, begleitet und nie allein gelassen.
Besonders schätzen wir die engagierte Arbeit der Mitarbeitenden. Ihre Fachlichkeit, ihr offenes Ohr und ihre Verlässlichkeit geben uns bis heute Sicherheit und Vertrauen auf unserem Weg als Pflegefamilie.
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„Vom Pflegekind zum selbstständigen Erwachsenen.“
Hätte mir jemand vor 30 Jahren gesagt, dass ich einmal sechs oder sieben Kinder haben würde, hätte ich ihn wohl für verrückt erklärt. Heute kann ich mir ein Leben mit nur einem oder zwei Kindern kaum noch vorstellen.
Das Leben als Pflegefamilie ist spannend, turbulent, fröhlich und manchmal auch wirklich anstrengend. Es gibt Herausforderungen, Rückschläge und Momente, in denen man an seine Grenzen kommt. Aber es gibt auch unzählige Augenblicke voller Freude, Stolz und Dankbarkeit.
Besonders bewegend ist es, Kinder auf ihrem Weg zu begleiten und zu erleben, wie sie sich entwickeln. Unser erster Pflegesohn mit FASD hat seinen Realschulabschluss geschafft, eine Ausbildung abgeschlossen, geheiratet und steht heute auf eigenen Beinen. Sein Weg war nicht immer einfach, und auch wir mussten manche Hürde gemeinsam überwinden. Doch genau solche Entwicklungen zeigen uns, was möglich ist, wenn Kinder verlässliche Begleitung, Geduld und Vertrauen erfahren.
Unser Fazit nach vielen Jahren als Pflegefamilie: Nicht immer läuft alles glatt, aber gemeinsam kann man erstaunlich viel erreichen.
Werden Sie aktiv – unverbindlich erste Schritte!
Unverbindlich informieren – wir hören zu und geben ehrliche Antworten.