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Fragen und Antworten

Was hat Sie damals dazu bewegt, Pflegeeltern zu werden und was hat Ihnen in der Vorbereitung am besten geholfen? 

  • Unser Wunsch war es schon immer eine kleine Familie aufzubauen. Einem Kind Liebe, Sicherheit, Geborgenheit, Zuversicht, Nähe und einfach eine Chance zu bieten stand für uns immer im Fokus. Die offene Kommunikation mit dem Partner/ der Partnerin und auch mit den Fachberater/n/innen war für uns im Vorfeld grundlegend.

  • Wir wollten unser Haus wieder mit Kinder Lachen füllen und eine neue Aufgabe haben, die uns erfüllt.
    Geholfen hat uns, sich mit sich selbst auseinander zu setzen, mit der Frage will ich das, hält unsere Ehe diese eventuell Belastung aus,bin ich bereit mich auf die Sorgen und den „Rucksack“ den die Kinder mitbringen einzulassen. Bin ich einfühlsam genug.

  • Der Wunsch einem Kind ein gesichertes liebevolles Zuhause zu bieten.
    Gespräche mit anderen Pflegeeltern und Unterstützung durch Supervisionen

  • Unsere Geschichte als Pflegefamilie

    Unsere Reise als Pflegefamilie begann im Jahr 2016. Während eines Urlaubs lernten wir ein hilfsbedürftiges Kind kennen, das in einer Pflegefamilie lebte. Diese Begegnung hat uns tief berührt. Sie weckte den Wunsch in uns, selbst Kindern in schwierigen Lebenssituationen ein liebevolles und stabiles Zuhause zu geben.

    Auch unsere eigenen Kinder standen von Anfang an hinter dieser Entscheidung und bestärkten uns darin, diesen Weg gemeinsam zu gehen. Als Familie bewarben wir uns schließlich für eine Pflegestelle.

    Bereits während des Prüfverfahrens wurden wir umfassend darauf vorbereitet, was es bedeutet, ein Pflegekind aufzunehmen, aber auch darauf, welche Unterstützung Pflegefamilien erhalten. Ein intensives Wochenendseminar, begleitende Schulungen und die hervorragende Fachberatung gaben uns Sicherheit und Zuversicht.

    Rückblickend fühlen wir uns weiterhin bestens begleitet und gut aufgehoben. Wir haben diesen Schritt nie bereut und sind dankbar für die vielen wertvollen Erfahrungen, die wir auf unserem Weg als Pflegefamilie machen dürfen.

  • Wir wurden über einen Flyer auf diese Arbeit aufmerksam und entschieden uns, zunächst die Seminare der Schnellen Hilfe zu besuchen. Im Verlauf der nächsten Monate halfen uns die verschiedenen Angebote und Gespräche, einen ehrlichen und authentischen Einblick in die Aufgaben von Pflegeeltern zu gewinnen und uns für diese Arbeit zu begeistern.

  • Wir wollten dem Kind in einer schwierigen Lebenslage helfen, Schutz und Zuwendung geben. Für uns ist wichtig, etwas von unseren positiven Kindheitserfahrungen weiterzugeben. Hilfreich ist eine gute Aufklärung, realistische Erwartungen, klare Informationen über Belastungen und nicht nur Idealvorstellungen. Auch Qualifizierungen über entwicklungspsychologische Grundlagen, Umgang mit herausforderndem Verhalten, die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen sollten im Vorfeld besprochen werden.

  • Unser Wunsch war es schon immer eine kleine Familie aufzubauen. Einem Kind Liebe, Sicherheit, Geborgenheit, Zuversicht, Nähe und einfach eine Chance zu bieten stand für uns immer im Fokus. Die offene Kommunikation mit dem Partner/ der Partnerin und auch mit den Fachberater/n/innen war für uns im Vorfeld grundlegend.

Was waren Ihre größten Herausforderungen in der ersten Zeit? Wodurch fühlten Sie sich in diesen Situation unterstützt? 

  • Von heute auf morgen zu 100% Eltern sein war wirklich krass. Die Familie, der Alltag – einfach ALLES strukturiert sich komplett neu und jeder findet nach und nach seinen Platz.

  • Die Traumata, psychische Auffälligkeiten, Verhaltensauffälligkeiten, den Umgang damit, die emotionale Ebene und der Anspruch an einen selbst, macht es nochmal schwieriger.
    Unterstützung der SH Bochum: Durch die Fachberaterin, mit Austausch, als Ratgeberin, mit Empfehlungen und Anträgen stellen.

  • Das Kind so zu anzunehmen wie es derzeit ist und nur Akzeptanz und Liebe geben.
    Meine Familie hat mich unterstützt.

  • Die ersten Wochen und Monate als Pflegefamilie waren intensiv. Jedes Kind bringt eine eigene Vergangenheit mit, manchmal voller Unsicherheiten, manchmal voller Verletzungen. Für uns bedeutete das, aufmerksam zuzuhören, Halt zu geben und Vertrauen Schritt für Schritt aufzubauen.

    Dazu kamen viele organisatorische Herausforderungen: Kontakt zu den leiblichen Familien, Hilfeplangespräche, Termine bei Ärzten oder Therapeuten. Manchmal fühlte sich alles gleichzeitig nach viel an und doch wussten wir: Wir sind auf dem richtigen Weg.

    Was uns getragen hat, war die liebevolle und kompetente Unterstützung unseres Fachteams. In Gesprächen, Fortbildungen und Seminaren fanden wir Antworten, Orientierung und Mut. Dieses Gefühl, nicht allein zu sein, hat uns durch die erste Zeit getragen und tut es bis heute.

  • Mit der Aufnahme eines Pflegekindes betraten wir als Familie eine „neue Welt“. Durch die Seminare wurden wir zwar gut vorbereitet,  konnten dennoch manche Fragen des Alltags nicht sofort beantworten. Da half uns der direkte Kontakt und der kurze Weg zu unserem persönlichen Berater / Beraterin der Schnellen Hilfe sehr.

  • Bei uns war die größte Herausforderung, das Ankommen des Kindes mit seiner Vorgeschichte und gleichzeitig die Anpassung an einem neuen Familienalltag. Bindung zum Kind herzustellen um Vertrauen, Zuversicht und Schutz bieten zu können. Wir hatten Unterstützung von einer Klinik und einem Therapeuten, den wir in einer Krisensituation jederzeit kontaktieren konnten.

Was würden Sie Pflegeeltern, die gerade am Anfang stehen, mit auf den Weg geben? Gibt es eine konkrete Erfahrung, die Sie gerne teilen möchten? 

  • ES LOHNT SICH!
    Die Kinder haben so viel zu geben, wenn man ihnen Raum und Zeit lässt. Die Liebe und das Vertrauen wachsen in Mini-Schritten, manchmal auch in Rückschritten und das ist völlig okay.
    Jede Beziehung hat ihr eigenes Tempo, weswegen man sich nicht vor den Kopf gestoßen fühlen muss (auch wenn das manchmal echt schwer fällt).

  • Nicht aufgeben, nach jedem Tief kommt ein Hoch. Mit Pflegekindern leben, ist ein echter Job, immer wieder überlegen, durchleuchten,was man anders, besser machen kann Der allerdings uns sehr viel Spaß macht.Man kann auf das Leben der Kinder positiven Einfluss nehmen.Unsere Pflegekinder bereichern unser Leben und wir könnten uns ein Leben ohne unsere Pflegekinder nicht mehr vorstellen, wir lieben sie wie unsere eigenen Kinder.

  • Angehenden Pflegeeltern möchten wir vor allem eines mitgeben: Geht diesen Weg nicht allein. Sucht frühzeitig den Kontakt zu eurem Fachberaterteam und habt keine Scheu, Fragen zu stellen oder Hilfe anzunehmen. Gerade am Anfang ist vieles neu und niemand erwartet, dass man alles sofort weiß. Die enge Zusammenarbeit mit den Fachberater*innen hat uns enorm entlastet und Sicherheit gegeben.

    Sehr wertvoll war für uns auch der Austausch mit anderen Pflegefamilien. Bei gemeinsamen Festen, Begegnungen oder in den angebotenen Supervisionen konnten wir offen über Sorgen, Herausforderungen und alltägliche Situationen sprechen. Zu hören, dass andere ähnliche Erfahrungen machen, tut gut und man lernt unglaublich viel voneinander.

    Diese Gemeinschaft aus Fachberatung, Pflegeeltern und Familien hat uns von Anfang an getragen. Sie gibt uns bis heute Halt, Orientierung und das Gefühl, Teil eines starken Netzwerks zu sein.
    Unsere wichtigste Erfahrung: Man wächst nicht nur mit den Kindern, man wächst auch miteinander.

  • Von Beginn an haben wir unsere erwachsenen, leiblichen Kinder und Freunde in die Entscheidung mit einbezogen. Dadurch hatten wir von Beginn an über unsere Familie hinaus einen verlässlichen Unterstützerkreis.

  • ES LOHNT SICH!
    Die Kinder haben so viel zu geben, wenn man ihnen Raum und Zeit lässt. Die Liebe und das Vertrauen wachsen in Mini-Schritten, manchmal auch in Rückschritten und das ist völlig okay.
    Jede Beziehung hat ihr eigenes Tempo, weswegen man sich nicht vor den Kopf gestoßen fühlen muss (auch wenn das manchmal echt schwer fällt).

    Auf jeden Fall mit einem freien Träger zusammen zuarbeiten und niemals adoptieren… Die Hilfe, die man von einem Fachberater auf dem Weg mit einem Pflegekind bekommt, ist von unschätzbarem Wert!

Gibt es etwas, das Ihne wichtig ist – vielleicht eine Geschichte, ein Gedanke oder ein Gefühl, das Sie teilen möchten?

  • Wir sind einfach dankbar über die Chance, welche uns nun schon doppelt durch die SH Bochum ermöglicht wurde, Eltern zu sein. Wir fühlen uns wertgeschätzt, verstanden und in allen Situation wunderbar beraten, aufgehoben und gehört. Die Mitarbeitenden machen hier wirklich einen bombastischen Job!

  • Was uns besonders wichtig ist: Jedes Pflegekind bringt nicht nur Herausforderungen mit, sondern auch Momente, die tief im Herzen bleiben. Wir erinnern uns an einen Augenblick, in dem ein Pflegekind nach vielen Wochen zum ersten Mal freiwillig unsere Hand nahm. Ein kleiner Moment, äußerlich unscheinbar, aber für uns ein Zeichen grenzenlosen Vertrauens.

    Solche Augenblicke zeigen uns, warum wir diesen Weg gehen. Pflege bedeutet nicht, perfekt zu sein, sondern da zu sein. Geduldig, verlässlich und offen. Und die vielen kleinen Schritte, die Kinder machen, sind oft die größten Erfolge.

  • Diese Kinder sind von Anfang an unverschuldet „Opfer“ und verdienen Menschen, die es sich zur Aufgabe machen, sie bedingungslos und ohne Erwartungshaltung liebevoll zu begleiten.

  • Wir sind einfach dankbar über die Chance, welche uns nun schon doppelt durch die SH Bochum ermöglicht wurde, Eltern zu sein. Wir fühlen uns wertgeschätzt, verstanden und in allen Situation wunderbar beraten, aufgehoben und gehört. Die Mitarbeitenden machen hier wirklich einen bombastischen Job!

  • Hätte mir jemand vor 30 Jahren gesagt, dass ich irgendwann 6 oder 7 Kinder haben werde, hätte ich ihm einen Vogel gezeigt! Aber wenn ich mir heute vorstelle, wir hätten nur 1 oder 2 Kinder, glaube ich, dass ich vor Langeweile eingehen würde. Das Leben ist mit den Kindern spannend, turbulent, fröhlich und auch wirklich anstrengend, aber was gibt es schöneres, als einem benachteiligtem Menschen ins Leben zu helfen und zu sehen, wie er aufblüht? Unser erster Pflegesohn mit FASD hat den Realschulabschluss geschafft, eine Ausbildung gemacht, geheiratet und kann mit seinem Job sein Leben finanzieren. Natürlich läuft nicht immer alles rund und es gab manche Schwierigkeiten, aber zusammen kann man (fast) alles schaffen!

Werden Sie aktiv – unverbindlich erste Schritte!

Unverbindlich informieren – wir hören zu und geben ehrliche Antworten.

Kontakt:

Tel. 0234 / 601 402 500 · info@sh-bochum.de